Rechtsextremismus

Rechtsextremismus bekämpfen

Die Erscheinungsformen und Strategien der Rechtsextremisten haben sich in den letzten Jahren enorm verändert. Rechtsextremismus gibt es auch ohne seine äußeren Merkmale wie Springerstiefel, Glatzen und Bomberjacken. Gleichzeitig bemühen sich Rechtsextreme, ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit einen bürgerlichen Anstrich zu geben und Anknüpfpunkte in der Mitte der Gesellschaft zu finden. Sie greifen lokalpolitische Themen auf, um Bürgernähe zu demonstrieren und gebärden sich als Interessensvertreter sozialer Interessen.
Insbesondere Jugendliche werden gezielt umworben. Wo attraktive, sinnstiftende und lebensweltbezogene Angebote fehlen, nutzen rechte Gruppierungen diese Lücke, um mit Freizeit- und Sportveranstaltungen, Konzerten und Events junge Menschen zu ködern.
Auch Schulen, Jugendclubs, -vereine und -verbände geraten ins Visier rechtsextremer Gruppierungen.

Der Landesjugendring NRW fordert:

  • An allen Bildungseinrichtungen (Schulen, Kindergärten, Jugendhilfe) muss die altersgerechte politische Bildung gefördert werden.
  • Demokratische und partizipative Formen der Mitwirkung für Kinder und Jugendliche müssen ausgebaut werden, vor allem auf kommunaler Ebene.
  • Der Stellenwert der außerschulischen Bildungsarbeit muss gestärkt werden.
  • Alle politisch Verantwortlichen sollten – gerade im Vorfeld von Wahlen - Rechtsextremismus in jeglicher Form offensiv bekämpfen und klar und öffentlich für kulturelle Vielfalt und Toleranz eintreten.
  • Die Finanzierung für antirassistische Projekte und Gruppierungen, vor allem in der Stadtteilarbeit, muss sicher gestellt sein.
  • Die Landesregierung NRW wird aufgefordert, sich für ein Verbot der NPD und anderer rechtsextremer Gruppierungen einzusetzen.
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